Reifenkunde

Wie sind die unterscheiden Reifen gekennzeichnet?

Seit 2012 ist vorgeschrieben, dass Autoreifen beim Verkauf in der EU mit einheitlichen Hinweisen versehen sein müssen. Dies erleichtert die Vergleichbarkeit von Straßenhaftung, also dem „Grip“, Kraftstoffeffizienz und Lärmemission bei Reifen unterschiedlicher Hersteller.

Kraftstoffeffizienz

Die Reibung, die beim Abrollen der Reifen auf der Straße entsteht, wird als „Rollwiderstand“ bezeichnet. Je höher der Rollwiderstand, umso mehr Kraftstoff wird verbraucht und damit auch höhere Emissionen verursacht. Reifen der Klasse A haben den geringsten Rollwiderstand und somit den geringsten Kraftstoffverbrauch.

Nasshaftung

Diese Unterteilung stellt den absoluten Bremsweg eines Reifens bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h unter standardisierten Bedingungen auf einer nassen Straßenoberfläche dar. Der Unterschied zwischen den unterschiedlichen Klassen, bei denen die Klasse „A“ die Beste und Klasse „G“ die Niedrigste darstellt, liegt in etwa zwischen 3 und 6 Metern.

Abrollgeräusch

Dabei handelt es sich um den Geräuschpegel, der beim Abrollen der Reifen auf der Straße unter Testbedingungen entsteht und um die beim Fahren verursachten Geräusche, die in Dezibel gemessen werden.
Die Klassifizierung des Rollgeräusches wird durch die Klasse A, B und C vorgenommen, wobei „A“ den leisesten und „C“ den lautesten Reifen darstellt.

Alpine-Symbol und M+S Kennzeichnung

M+S („Matsch und Schnee“) ist die Kennzeichnung für Winterreifen. Da jedoch auch viele Ganzjahresreifen dieses Zeichen tragen, sollte bei Winterbereifung zusätzlich auf das Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) geachtet werden. 

Es gibt seit dem 1. Januar 2018 neue Vorgaben bei der Winterreifenpflicht. Demnach sind nun nur noch Reifen erlaubt, die das Alpine-Symbol tragen. M+S-Reifen, die vor diesem Datum hergestellt wurden, dürfen allerdings noch bis zum 30. September 2024 erlaubt.